30. Januar – 23. Februar 2020

 

we grew some eyes


Meisterschüler/innen des Weißenhofprogramms der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

Nina Joanna Bergold,Jochen Damian Fischer, Franziska Sophie Geissler, Johanna Mangold, Lisa Moll, Jonas Maria Ried, Vladimir Unkovic

 

Eröffnung: Donnerstag, 30. Januar 2020, 19 Uhr

 


Die Absolventinnen und Absolventen des Weißenhof-Programms 2019 der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart präsentieren vom 31. Januar bis 23. Februar 2020 ihre Arbeiten in der Villa Merkel, Galerie der Stadt Esslingen. Unter dem Titel we grew some eyes vereint die Präsentation die vielfältigen Projekte von Nina Joanna Bergold,Jochen Damian Fischer, Franziska Sophie Geissler, Johanna Mangold, Lisa Moll, Jonas Maria Ried  und Vladimir Unkovic.


Die sieben Meisterschülerinnen und Miesterschüler bieten in ihren Positionen eine Bandbreite von klassischen Medien wie Fotografie und Malerei bis zu medienübergreifenden Rechercheprojekten, großflächigen Rauminstallationen und Virtual Reality. Historische Fakten, die Natur, Zusammenspiele der Gattungen wie zum Beispiel Musik und Malerei aber auch die eigene Traumwelt bilden die inhaltliche Grundlage für die sehr unterschiedlichen Projekte.   


Johanna MangoldJonas Maria RiedVladimir UnkovicJochen Damian FischerJohanna Mangold

15. März – 24. Mai 2020

 

David Renggli

 

Eröffnung: Sonntag, 15. März 2020, 11 Uhr


David Rengglis Werk ist durchdrungen von Humor, Poesie oder auch Musikalität und zeigt sich in Gestalt von Skulpturen, konzeptueller Malerei und komplexen intermedialen Inszenierungen. Hinzu kommen Aneignungen von alltäglich doch auch kulturhistorisch tradierten Bildsprachen, die sich speisen aus der antiken Skulptur oder aus Bildern der Regenbogenpresse und Modemagazine. Sie fußen auch auf einer breiten Sammlung des Künstlers von gedruckten Vintage-Erotika, die sich neben dem Paraphrasieren von Schönheitsidealen auszeichnen durch raffinierte und innovative graphischen Gestaltungen.


Mit einem heftigen Augenzwinkern ironisiert David Renggli den Schönheitskult, Formen der Selbstoptimierung und Ausprägungen narzisstischer Selbstbezüglichkeiten und bindet seine kommentierenden Reflexionen durch malerisch aufgeladene Collagen in einen umfangreichen Bilderatlas ein. Als Neo-Dadaist ist David Renggli ganz dem freien Spiel der Kunst – gelegentlich auch der Musik – verpflichtet.

 



14. Juni 2020 – 15. November 2020

 

Hoël Duret – low

 

Eröffnung: Sonntag, 14. Juni 2020, 11 Uhr


Hoël Duret verwandelt mit seiner low betitelten Ausstellung die als Lichthof konzipierte, zweigeschossige Eingangshalle der Villa Merkel in einen fantastisch anmutenden, atmenden Organismus – in eine Art Scheinlandschaft, in einen Garten einer posttechnologischen Welt. Dieses Setting wird eingefasst durch einen Parcours aus neuen Arbeiten, die in den um die Eingangshalle liegenden Räumen des Erdgeschosses präsentiert werden, seien dies Videos, futuristische Glasobjekte oder sandgestrahlte Geister. Letztere verbildlichen die Gedanken der Pflanzen in der Luft. Deshalb sind sie Geister: Sie umgeben uns, aber wir können sie nicht sehen. Ihre Gestalt bezieht sich auf mikroskopische Bilder und ist zugleich überlagert durch eine modernistische Ästhetik.


Hoël Durets künstlerische Praxis vereint fiktive Geschichten mit realen Ereignissen. Sie formt sich im Zusammenspiel verschiedenster Medien. In einer Bildsprache, die sich auf Science Fiction, die New-Age-Bewegung, das postapokalyptische Kino oder auch die Utopien der Moderne stützt, untersucht Hoël Duret insbesondere vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Digitalisierung die Beziehungen zwischen Natur und Technologie. Er entwirft ein kritisches Gegenbild zur Vorstellung vom digitalen Zeitalter als einem kohärenten Moment der Menschheit und macht deutlich, dass ein solcher nur zum Preis einer Maskierung von Vielfalt zu konstatieren sei.

 


Hoël Duret, NFT pH<7 logique Hoël Duret, NFT pH<7 Mirror, 2017Hoël Duret, NFT pH<7 logique

16. Mai 2021 – 1. August 2021

 

Api étoilé – ein wachsendes Archiv

 

Forschungsbeginn: 1. April 2020

Eröffnung: Sonntag, 16. Mai 2021, 11 Uhr


Api étoilé – ein wachsendes Archiv setzt den Fokus auf Nutzpflanzen. Über Kontinente hinweg werden Samen und Erfahrungsberichte bezüglich ihres Anbaus gesammelt. Nach einer mehrmonatigen Reise- und Forschungsphase werden die Samen dann interessierten Freizeitgärtner*innen überlassen, um daraus einjährige Planzen zu ziehen. Diese werden dann im Folgejahr neben Zeichnungen, Aquarellen und Video-Arbeiten als Jährlinge im Lichthof der Villa Merkel ausgestellt. Sie formen einen opulenten, beginnenden Nutzgarten neuer Prägung. Dieser entwirft wie nebenbei einen Kontrast zu dem die Villa Merkel umgebenden, nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten angelegten Park und seiner anthropomorph überformten Natur. Nachdem die Pflanzen dieses Nutzgartens dann ihrerseits neue Samen produziert haben, werden diese durch die am Projekt beteiligten Gärtnerinnen und Gärtner dem wachsenden Archiv zugeführt.


Auf diese Weise vergrößert sichdasArchiv stetig, wird in erweiterter Form über die zweijährige Pilotphase hinaus fortgeführt werden. Auf den verschiedensten Ebenen lagert sich Erfahrung und Wissen an.

 

 

 

 

 

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