7. August – 23. Oktober 2022

 

Barthélémy Toguo: Faith Can Move Mountains

 


Eröffnung: 7. August 2022, 11 Uhr


Barthélémy Toguo (* 1967) fokussiert in seiner künstlerischen Praxis hochaktuelle Fragen von Identität und gesellschaftlicher Zugehörigkeit, von Migration, Flucht, Vertreibung und von jenen Einschränkungen, die sich durch territoriale Grenzen und Hoheitspolitik ableiten. Vor dem Hintergrund seiner doppelten kamerunisch-französischen Staatsbürgerschaft nimmt er Perspektiven ein, die auch als Kritik an eurozentrischen Lesarten verstanden werden können. Seine Bedenken gelten den Ursachen vor allem ökologischer Verwerfungen und deren gesellschaftlichen Konsequenzen. Stichworte in diesem Zusammenhang sind: Trink- und Brauchwassermangel, Fehlentwicklungen in den Landwirtschaften, Auswirkungen der Klimaveränderung, Korruption, kriegerische Auseinandersetzungen oder mangelnde ökonomische Entwicklungsperspektiven.


In seinen Arbeiten — seien sie der Malerei, Zeichnung, Skulptur, Performance oder Installation zuzurechnen — verbindet er die menschliche Wesenhaftigkeit mit Natur und reflektiert zugleich humanitäre Katastrophen. „Was mich leitet, ist eine sich ständig weiterentwickelnde Ästhetik, aber auch ein Sinn für Ethik, der einen Unterschied macht und meinen gesamten Ansatz strukturiert.“ (zit.: Homepage Galerie Lelong, Paris) Zu sehen sind eigens für die Esslinger Ausstellung geschaffene Werke, Remakes sowie adaptierte Installationen, die dem Erdgeschoss der Villa Merkel vorbehalten sind, denen im Obergeschoss ein retrospektiver Überblick zum Werk des Künstlers antwortet.



11. – 27. November 2022

 

etwa faustgroß

 


Eröffnung: Donnerstag, 10. November 2022, 19 Uhr


Präsentation der Meisterschüler:innen im Weißenhof-Programm der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart


mit Projekten von Javier Klaus Gastelum, Lisa Granada, Anette C. Halm, Jaewon Park, Patricia Paryz, Jochen Wagner, Linda Weiß



12. Februar – 23. April 2023

 

DONG – MODE MUSIK YAK

 


Eröffnung: Sonntag, 12. Februar, 11 Uhr

 


Die Ausstellung ist das Zentrum eines Dreiteilers aus Präsentation, gedrucktem Werkverzeichnis (DING) und Magazin (DONG).

 

 

DING enthält eine unkommentierte Rückschau auf dreißig Jahre Arbeit des Fotografen Axl Jansen mit Reisen, Begegnungen, Geschichten, Mode, Style und viel subversivem Witz – eine ungeheure Bilderflut zwischen Buchdeckel gepresst. In Masse nimmt DING Instagram vorweg, nur ist das Werksverzeichnis mit über elfhundert Seiten ein echtes Ding, groß und schwer.

 

Axl Jansen und der Gestalter und Verleger Uli Schwinge erschaffen daraus gemeinsam mit dem Team der Villa Merkel einen neuen Raum: En Masse und als Maß aller Dinge entlädt das DING seinen Inhalt in die Ausstellungsräume, die als begehbares Fotomagazin, als erlebbares Fanzine konzipiert sind. Immersion und Partizipation als Konzept.

 

 


Die Besucher:innen sind eingeladen, einzutauchen, mitzumachen und selbst zu machen: DONG bietet Schüttelbilder, ein Rodeo mit Photo Booth und vieles mehr. Und DONG expandiert ins Metaverse: Virtuelle Räume öffnen sich für Avatare, Augmented Reality erzeugt zusätzliche Wirklichkeitsebenen, NFTs werden generiert und akustische Interventionen vermitteln ganz besondere Besuchserlebnisse.

 

DONG ist Spiel. Ding – Dong. Spiel mit Sounds, mit Worten, mit Sinn, Unsinn und aufblitzender Erkenntnis. DingDong - DaDa. Das Projekt spielt mit Mode, Pop, Oberflächen und sampelt Humor und Tiefe. Das halbjährlich zwischen 2004 und 2008 erschienene Magazin „Dong“ bot die ironische Antwort auf die aalglatten Modehefte dieser Jahre. Es folgte eigenen Regeln und erfand sich als eigenständiger Space, in dem Affekt und Selbstreflexion Hand in Hand gehen. Der Bruch der Konvention, das Zusammenstellen von Gegensätzen erzeugt Geistesblitze und macht das Spiel des DONG auch cool und humorvoll.