23. Juni – 29. September 2024

 

Eröffnung: 22. Juni 2024, ab 17 Uhr

 

CONNECT. Die Vermessung des Raums

 

Künstler:innen: Sam Durant/ Florian Graf/ Kollektiv Plus X/ Mona Radziabari/ Johanna Reich/ Corinna Schnitt/ Studio Vierkant

Arbeiten aus der Sammlung: Ezgi Böttger/ Sylvie Fleury/ Heribert Friedland/ Hamish Fulton/ Barbara Herold/ Katie Holten/ Florina Leinß/ Claudio Moser/ Anike Joyce Sadiq/ Lin May Saeed/ Cécile Wick und weitere

 

 

Kurator:innen Sebastian Schmitt und Anka Wenzel


Die Ausstellung ist eine Bestandsaufnahme und Erkundung des Ortes. Durch Kunstwerke und Interventionen in Villa und Park werden Brücken zwischen Architektur, Stadtnatur, Tieren und Menschen geschlagen. Sieben eingeladene Künstlerinnen und Künstler kreisen um Themen, die den öffentlichen Raum, den Ausstellungsraum und das soziale Miteinander in der Gesellschaft prägen. Die Positionen werden durch eine Auswahl von Werken aus der Graphischen Sammlung der Stadt Esslingen ergänzt.   
Johanna Reich blickt in der Ausstellung technopoetisch auf die Durchdringung unserer Lebenswelt durch die Digitalisierung. Sam Durant und Mona Radziabari betrachten mit ihren Arbeiten öffentliche Orte und Diskurse unter politischen und persönlichen Gesichtspunkten. Corinna Schnitt trägt eine humorvolle Auseinandersetzung mit dem Dasein der Tiere im Stadtraum bei, sowie eine szenische Inszenierung von Überlegungen zur Zukunft. Die Arbeiten von Florian Graf verhandeln die Trias von Architektur, Natur und Mensch. Rahmengebend für das Projekt sind die gebauten Interventionen des Kollektiv Plus X, die räumlich-soziale Verbindungen herstellen und Barrieren abbauen. Ergänzt durch eine Wandarbeit von Studio Vierkant, definiert die Ausstellung einen erweiterten Ausstellungsraum. Auch die Auswahl aus der Graphischen Sammlung ist eine Erkundung des Bestandes im Kontext des Ausstellungthemas. Darüber hinaus wurde in der Auswahl auch ein Fokus auf Werke von Künstlerinnen gelegt. Weibliche Positionen sind in der Sammlung insgesamt im geringeren Maße vertreten und prägen die Sammlung dennoch maßgeblich. In den letzten Jahrzehnten wurde die Anzahl kontinuierlich ausgebaut.

 

 


Programm zur Ausstellung:

Zur Ausstellung werden regelmäßig Führungen für unterschiedliche Zielgruppen und ein umfassendes Rahmenprogramm angeboten. Weitere Infos finden auf unserer Website und in einem gesonderten Programmheft.

 

Kurator:innen Sebastian Schmitt und Anka Wenzel

 

Gefördert von

 

 

   

 


Kollektiv Plus X,  Niederflureinstieg Intervention in Spiegelrot, 2024, Holz Metall, Lack, BlechJohanna Reich, Me as Nature, 2022, Videoperformance, VG Bildkunst Bonn 2024Kollektiv Plus X, Prompt, 2024, Holz, Spiegel

Stadtacker für Vielfalt und Kunst – der Gemeinschaftsgarten im Merkelpark 


Jeden Montag, ab 18:00 Uhr vor dem Gärtnerhaus

 

Der Stadtacker lädt zum gemeinsamen Gärtnern ein, zum Austauschen, Experimentieren und Genießen. 

 

Hier werden historische Gemüsesorten angebaut, gemeinsam geerntet und ihr Saatgut gesichert. Gemeinsam probieren wir tradierte Anbaumethoden aus und denken den Garten als einen Ort für alle Lebewesen. Neben dem Gärtnern liegt ein starker Fokus auf künstlerischer Praxis im Garten, traditionellen handwerklichen Techniken und einem achtsamen und wertschätzenden Miteinander.

 

Alle sind herzlich eingeladen mit uns zu gärtnern, zu gestalten und zu entspannen!

 

Warum alte Gemüsesorten?

Alte oder historische Gemüsesorten stammen aus der Zeit vor der Industrialisierung und unterscheiden sich oft stark von Supermarktware. Sie sind regional angepasst und meist widerstandsfähiger gegenüber Umweltbedingungen wie Trockenheit oder kargen Böden. Ihre Vielfalt an Formen und Geschmäckern bereichert Gärten und Teller. Zudem bieten sie in der Regel mehr Nährstoffe als moderne Züchtungen.

Neben dem Gärtnern liegt auch ein starker Fokus auf künstlerischer Praxis, traditionellen handwerklichen Techniken aus dem Garten und einer achtsamen und wertschätzenden Haltung", sagt Johanna Knoop, Projektleitung des Stadtackers. "Durch das Anbauen alter Gemüsesorten wird nicht nur die Vielfalt auf den Tellern bereichert, sondern auch ein Beitrag zum Fortbestand bedrohter Kulturpflanzen geleistet."


Im Stadtacker treffen sich Menschen regelmäßig, um gemeinsam zu gärtnern, zu ernten und neue Rezepte auszuprobieren. Bei Workshops werden sowohl traditionelle und als auch kreative Techniken erlernt, wie beispielsweise das Färben mit Pflanzen oder der Bau von Unterschlüpfen für Tiere. Der Stadtacker wird nicht als rein ertragsorientiertes Projekt betrachtet, sondern als ein Experimentierfeld für gemeinsames Lernen und praktische Erfahrungen.

Das Miteinander im Garten ist geprägt von Offenheit, Transparenz, Respekt, Wertschätzung und Diskriminierungssensibilität. Ein Umfeld, das von Genuss, Kreativität und gegenseitiger Unterstützung geprägt ist, in dem sich alle willkommen fühlen und sich frei entfalten können.

 

Standort:

Der Stadtacker befindet sich vor dem alten Gärtnerhaus (Pulverwiesen 21) mit historischem Bezug. Das Gewächshaus des Gebäudes wird für das Projekt zur Anzucht der Pflanzen wieder aktiviert und belebt. Ursprünglich baute hier der Gärtner für die Familie Merkel im 19. Jahrhundert schon Gemüse an.

 


  


Im interkulturellen Stadtacker werden hauptsächlich alte Nuztpflanzen wachsen

Seit Februar 2019

 

BELLE & APHRODITE

 

Augmented Reality

von Barbara Herold


In der App BELLE & APHRODITE für Smartphone oder Tablet wird eine begehbare audio-visuelle Metamorphose von virtuellen Pflanzen erfahrbar.

 

Die 3D-Pflanze BELLE erstreckt sich über den gesamten Merkelpark. Als interaktive Formenwolke führt sie die Besucher_innen anhand von Standort- und Bewegungsdaten zu einer virtuellen Rose in Zentrum des Parks.

APHRODITE ist für den Lichthof der Villa Merkel konzipiert. Die 3D-Installation entfaltet sich im wiederkehrenden audio-visuellen Loop zu einer Phalaenopsis, einer gängigen Orchideen-Zuchtpflanze. APHRODITE kann aus allen Perspektiven betrachtet werden und spielt mit der Erfahrung von Abstraktion, Größenverhältnissen, Nähe und Distanz in der Überlagerung von Simulationsraum und echtem Raum.


Barbara Herold (*1977) befasst sich mit der medialen Gestaltung von Realität. Sie untersucht Strukturen & Phänomene, die sich durch den Einfluss von Medientechnologie auf die Gesellschaft etabliert haben und entwickelt anhand gängiger Gestaltungspraktiken wie Computation und Algorithmen eigene Systeme. Ihre Arbeiten entstehen im Spannungsfeld von analoger und digitaler Technik.

 

BELLE & APHRODITE entstand im Auftrag der Villa Merkel als “Kunst im Freien 2018” für den Merkelpark der Stadt Esslingen. Konzept & Idee: Barbara Herold, Klangkomposition: Kim_Twiddle, Code: Frank Groh, Mastering/Concept für 3D-Audio Separation: Simon Kummer 

 

Download App BELLE - APHRODITE

App Store & Google Play Store


Barbara Herold BELLE & APHRODITE, Seit Februar 2019