Aktueller Hinweis

 

Am 8. Mai hat die Villa Merkel, Galerie der Stadt Esslingen, ihren Ausstellungsbetrieb mit coronabedingten Einschränkungen wieder aufgenommen.

Bitte beachten Sie, dass wir die Daten unserer Besucher erfassen müssen.

Den Erfassungbogen erhalten Sie beim Besuch, Sie können sich diesen aber auch mit folgendem Link downloaden:

 

Download_Erfassungsbogen

 

 

 

 


16. August 2020 – 15. November 2020

 

Hoël Duret – low

 

Start: Sonntag, 16. August 2020, 11 Uhr

Wegen coronabedingter Einschränkungen entfällt am 16. August die gewohnte  Eröffnung. Statt ihrer bieten wir vom 18. bis 29. August Dienstag bis Samstag Kurzführungen um 18 Uhr für eine beschränkte  Anzahl an Teilnehmer*innen an.

Um Anmeldung wird gebeten unter 0711 3512 2640 oder über villa-merkel@esslingen.de

 


Hoël Duret verwandelt mit seiner low betitelten Ausstellung die als Lichthof konzipierte, zweigeschossige Eingangshalle der Villa Merkel in einen fantastisch anmutenden, atmenden Organismus – in eine Art Scheinlandschaft, in einen Garten einer posttechnologischen Welt. Dieses Setting wird eingefasst durch einen Parcours aus neuen Arbeiten, die in den um die Eingangshalle liegenden Räumen des Erdgeschosses präsentiert werden, seien dies Videos, futuristische Glasobjekte oder sandgestrahlte Geister. Letztere verbildlichen die Gedanken der Pflanzen in der Luft. Deshalb sind sie Geister: Sie umgeben uns, aber wir können sie nicht sehen. Ihre Gestalt bezieht sich auf mikroskopische Bilder und ist zugleich überlagert durch eine modernistische Ästhetik.


Hoël Durets künstlerische Praxis vereint fiktive Geschichten mit realen Ereignissen. Sie formt sich im Zusammenspiel verschiedenster Medien. In einer Bildsprache, die sich auf Science Fiction, die New-Age-Bewegung, das postapokalyptische Kino oder auch die Utopien der Moderne stützt, untersucht Hoël Duret insbesondere vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Digitalisierung die Beziehungen zwischen Natur und Technologie. Er entwirft ein kritisches Gegenbild zur Vorstellung vom digitalen Zeitalter als einem kohärenten Moment der Menschheit und macht deutlich, dass ein solcher nur zum Preis einer Maskierung von Vielfalt zu konstatieren sei.

 

Mit freundlicher Unterstützung von

 

 

 


Hoël Duret, NFT pH<7 logique Hoël Duret, NFT pH<7 Mirror, 2017Hoël Duret, NFT pH<7 logique

Seit Februar 2019

 

BELLE & APHRODITE

Augmented Reality

von Barbara Herold


In der App BELLE & APHRODITE für Smartphone oder Tablet wird eine begehbare audio-visuelle Metamorphose von virtuellen Pflanzen erfahrbar.

 

Die 3D-Pflanze BELLE erstreckt sich über den gesamten Merkelpark. Als interaktive Formenwolke führt sie die Besucher_innen anhand von Standort- und Bewegungsdaten zu einer virtuellen Rose in Zentrum des Parks.

APHRODITE ist für den Lichthof der Villa Merkel konzipiert. Die 3D-Installation entfaltet sich im wiederkehrenden audio-visuellen Loop zu einer Phalaenopsis, einer gängigen Orchideen-Zuchtpflanze. APHRODITE kann aus allen Perspektiven betrachtet werden und spielt mit der Erfahrung von Abstraktion, Größenverhältnissen, Nähe und Distanz in der Überlagerung von Simulationsraum und echtem Raum.


Barbara Herold (*1977) befasst sich mit der medialen Gestaltung von Realität. Sie untersucht Strukturen & Phänomene, die sich durch den Einfluss von Medientechnologie auf die Gesellschaft etabliert haben und entwickelt anhand gängiger Gestaltungspraktiken wie Computation und Algorithmen eigene Systeme. Ihre Arbeiten entstehen im Spannungsfeld von analoger und digitaler Technik.

 

BELLE & APHRODITE entstand im Auftrag der Villa Merkel als “Kunst im Freien 2018” für den Merkelpark der Stadt Esslingen. Konzept & Idee: Barbara Herold, Klangkomposition: Kim_Twiddle, Code: Frank Groh, Mastering/Concept für 3D-Audio Separation: Simon Kummer 

 

Download App BELLE - APHRODITE

App Store & Google Play Store


Barbara Herold BELLE & APHRODITE, Seit Februar 2019

Seit 18. Mai 2014

 

Lois Weinberger – Mobiler Garten


Der »Mobile Garten« des östereichischen Künstlers und Documenta-Teilnehmers Lois Weinberger ist vor dem Wintergarten der Villa Merkel eingerichtet und verbleibt dort auf längere Zeit. Er kontrastiert in seiner Wildheit den umgebenden Merkelpark, dessen gepflegte Anlage an englische Landschaftsgärten erinnert.

Ein geformtes Feld aus gelben, mit Substrat befüllten Kunststoffkübeln wird den freien Kräften der Natur überlassen. In spontaner Besiedlung greifen mit der Zeit Pionier- und Ruderalpflanzen Raum. Natur entfaltet sich entsprechend ihrer eigengesetzlichen Dynamik und in geradezu paradiesischer, da freier Weise. Ein Garten Eden hat sich etabliert. Mit den Jahren begann dieser natürliche Prozess einer Besiedlung umzuschlagen in eine Form des Vergehens:


Nach und nach bleichen die Kübel aus, zersetzen sich. Die Kunststoffpartikel vermengen sich mit dem Substrat und den Pflanzen und nach Dekaden sollten Niederschläge die Standfläche wohl wieder sauber gespült haben.

Der Garten ist eine essentielle Form der Auseinandersetzung mit Natur. Wir kennen Gartenanlagen, die auf Erträge zielen und gleichermaßen solche, die angelegt sind als Glück stiftende Orte der Kontemplation. Dem Paradies gegenüber stehen etwa der Nutzgarten, der barocke Lustgarten oder als eine Oase in der Stadt der Volksgarten – in Esslingen namentlich die Maille und der Merkelpark.


Lois Weinberger wässert den 'Mobilen Garten (2014)', Foto: Daniela WolfLois Weinberger, Mobiler Garten, 2014Lois Weinberger, Mobiler Garten, 2014 (Foto 2018)