21. Dezember – 4. März 2018

 

Networking the Unseen

 

Eröffnung: Mittwoch, 20. Dezember, 19 Uhr

 

Networking the Unseen bringt zeitgenössische Kunstwerke indigener und australischer Künstlerinnen und Künstler zusammen mit Werken der Gegenwartskunst, die auf einem westlich tradierten Kunstbegriff basieren. Vor dem Hintergrund einer Digitalisierung und Netzwerk-Technologien angestoßenen radikalen und umfassend gesellschaftlichen Verwandlung präsentiert die Ausstellung Werke von Künstlern, die die Auswirkungen der fortschreitenden Technologie auf Gesellschaft, Natur, Kunst und Selbstverständnis von Individuen kritisch fokussieren. 

 

Networking the Unseen bietet aus dem Blickwinkel digitaler und medienbasierter Kunst extrem breite Perspektiven auf Fragen, denen sich derzeit weltweit Communities zu stellen haben. Das Projekt schlägt Strategien einer Umorientierung unserer Beziehung zur technologischen Entwicklung und dem damit einhergehenden Kulturwandel vor.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Während der Laufzeit der Ausstellung in der Villa Merkel wird das Projekt durch meherere Veranstaltungen begleitet.

 

Kuratorin: Gretta Louw

 

Künstlerliste:


Nora Al-Badri & Jan Nikolai Nelles (D), Brook Andrew (AUS), Aram Bartholl (D/NL), Neil Jupurrurla Cook (AUS), Michael Erglis (AUS), Jenny Fraser (AUS), Barbara Herold & Florian Huth (D), Lily Hibberd (AUS), Agnes Jänsch (D), Gretta Louw (D/AUS), Owen Mundy (USA), Katrin Petroschkat (D), plan b (D/GB), Anahita Razmi (D), Curtis Taylor (AUS), Addie Wagenknecht (A/USA), Nine Yamamoto-Masson (F/J) und aus dem Warnayaka Art Centre (AUS)

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 


 

Seit 18. Mai 2014

 

Lois Weinberger – Mobiler Garten

 

Eröffnung: Sonntag, 18. Mai 2014, 12 Uhr

 

Der »Mobile Garten« des in Wien lebenden Künstlers und Documenta-Teilnehmers Lois Weinberger ist vor dem Wintergarten der Villa Merkel eingerichtet und verbleibt dort auf längere Zeit. Er kontrastiert in seiner Wildheit den umgebenden Merkelpark, dessen gepflegte Anlage an englische Landschaftsgärten erinnert.

 

Ein geformtes Feld aus farbigen mit Substrat befüllten Kunststoffkübeln – Spur menschlichen Handelns und Überprägung des Standorts – wird den freien Kräften der Natur überlassen. In spontaner Besiedlung greifen mit der Zeit Pionier- und Ruderalpflanzen Raum. Natur entfaltet sich entsprechend ihrer eigengesetzlichen Dynamik und in geradezu paradiesischer, da freier Weise. Ein Garten Eden wird sich etablieren. Mit den Jahren beginnt dieser natürliche Prozess einer Besiedlung umzuschlagen in eine Form des Vergehens:

 

 

 

 

 

 

 

 

nach und nach werden die Kübel ausbleichen, sich zersetzen sowie die Kunststoffpartikel sich mit dem Substrat und den Pflanzen vermengen. Nach Dekaden sollten Niederschläge die Standfläche wohl wieder sauber gespült haben.

 

Der Garten ist eine essentielle Form der Auseinandersetzung mit Natur. Wir kennen Gartenanlagen, die auf Erträge zielen und gleichermaßen solche, die angelegt sind als Glück stiftende Orte der Kontemplation. Dem Paradies gegenüber stehen etwa der Nutzgarten, der barocke Lustgarten oder als eine Oase in der Stadt der Volksgarten – in Esslingen namentlich die Maille und der Merkelpark.

 

Lois Weinberger<br/>NOUS, 2004<br/>Freiraum Studio Spiegelfabrik Niederösterreich

Lois Weinberger<br/>Mobiler Garten, 2014<br/>Installationssansicht Merkelpark/Villa Merkel

Lois Weinberger<br/>Plastikeimer, Erde, Spontanvegetation