25. März – 3. Juni 2018

 

Hidden/Secret – Strategien des Verborgenen

 

Eröffnung: Sonntag, 25. März 2018, 11 Uhr

 

 

Im Zentrum des Ausstellungsprojekts steht die Subversion als Strategie gesellschaftlicher Entwicklung und künstlerischer Prozesse. Ausgangspunkt für die Gruppenausstellung ist eine Kooperation mit dem iranischen Filmregisseur Sina Ataeian Dena. Sein Kinofilm Paradise (2015) konnte einzig mit subversiven Strategien im Iran entstehen. Der Film wurde ohne Dreherlaubnis beziehungsweise teilweise unter dem Deckmantel eines Dokumentarfilmprojekts realisiert. Zudem wurden einige Szenen als geheime Drehs realisiert und teilweise – wie zum Beispiel der Sound – in Berlin rekonstruiert. Vom Film ausgehend entwickelt Sina Ataeian Dena eine eigenständige Videoinstallation und eine Serie von Fotografien.

 

Im Laufe der Ausstellung entsteht zudem eine Publikation, die den besonderen Entstehungsprozess des Kinofilms dokumentiert und verschiedene Interviews mit Beteiligten zur Thematik enthalten wird.

 

 

 

 

 

Sina Ataeian Dena, Untitled, 2017, Fotografie auf Aluminium, 75 x 140 cm

Francis Alÿs, Reel - Unreel, 2011, In collaboration with Julien Devaux and Ajmal Maiwandi, Kabul Afghanistan, Video documentation of an action, color, sound, courtesy Galerie Peter Kilchmann

!Mediengruppe Bitnik, Assange's Room, 2017, Installation view, ArtLab EPFL Lausanne, Photo: Adrien Barakat, Lausanne

 

 

 

 

 

 

 

Doch nicht nur politische Repressionen bringen Künstler dazu, bestehende Systeme zu unterlaufen. Die Mechanismen und Strukturen des Internets beispielsweise sind der Fokus der !Mediengruppe Bitnik. In ihren Arbeiten fordern sie bewusst das System Internet heraus, um versteckte digitale Kommunikations- und Handelswege, Überwachungssysteme oder botgesteuerte Handlungen offenzulegen. 

 

Francis Alÿs wird mit einem Komplex von Arbeiten vertreten sein, der für die documenta 13 in Afghanistan entstanden ist. Die vier präsentierten Videos lenken den Blick auf ein Land, das dem westlichen Betrachter nur aus Kriegsberichterstattungen als permanenter Krisenherd bekannt ist. Francis Alÿs ermöglicht mit seinen Arbeiten aus den Jahren 2010 bis 2012 Einblicke auf ein unter Medienberichten verborgenes Afghanistan.

 

 

 

Kuratorin: Anka Wenzel