1.
März – 19. April 2009
Christian Vetter – Disappearing Eye
Christian Vetter (*1970, lebt in Zürich) malt. Seit dem
Jahr 2006 sind die Arbeiten des Künstlers «unbunt»,
schwarzweiss. Christian Vetter malt in der Fläche des
klassischen Leinwandbildes ebenso wie in räumlicher Expansion.
Seine Installationen aus gebauten Architekturen und gefassten
Kulissen – komplexe Gefüge bemalter Oberflächen,
komplettiert durch Beigaben in Form gemalter Bildchen, von
Fotografien oder Videos –, sind ihrer Anlage und Konzeption
nach dem Blick des Malers geschuldet, auch die Fotografien
und die Videos selbst.
In Esslingen werden neben Installationen neue, großformatige
Bilder sowie ein 50-teiliger Zyklus von Arbeiten auf Papier
gezeigt, der 2007 während eines Aufenthalts in Peking
entstanden ist.
Der Künstler wurde im Jahr 2008 mit dem Manor Kunstpreis
des Kantons St. Gallen ausgezeichnet – aus diesem Anlass
sind die Ausstellung und die begleitende Publikation gemeinsam
mit dem Kunstmuseum St. Gallen realisiert. Gefördert
durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und die Stanley
Thomas Johnson Stiftung. Beiden Stiftungen gilt unser Dank.
Bildlegenden (von links nach rechts)
Inversion / Hommage an Thomas Edison, 2005
Installation
Courtesy Kunstmuseum St. Gallen
Oberfläche/Materie/Struktur/
Raum/Licht, 2008
Installation
Courtesy Kunstmuseum St. Gallen
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3.
Mai – 14. Juni 2009
Top 09 – Meisterschüler der Staatlichen
Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
Die Meisterschülerausstellung der Staatlichen Akademie
der bildenden Künste Karlsruhe gastiert jedes Jahr an
einem anderen Ort in Baden-Württemberg. Dieses Jahr findet
sie in Esslingen am Neckar statt. Die Villa Merkel bietet
mit dieser Ausstellung explizit noch jungen Kunstschaffenden
eine Plattform und eine – oft erste – Gelegenheit,
ihre Arbeiten in einem erprobten und bestens etablierten Ausstellungskontext
zu präsentieren. Das ist gut so! Denn eine Ausstellung
von Meisterschüler-Arbeiten verspricht Entdeckungen,
Mut, Innovation und die Bereitschaft aller, Risiko einzugehen.
Das macht die bildende Kunst so spannend.
Die Meisterschüler einer Akademie stehen mit einem Bein
noch in der Ausbildung und im Schutz der Institution und mit
dem zweiten Bein bereits im offenen Feld der bildenden Kunst
– die Ausstellung zeigt Werke von Kunstschaffenden am
Beginn ihrer beruflichen Selbständigkeit.
Professor Ernst Caramelle kuratiert die Ausstellung und lotet
gemeinsam mit den Meisterschülern die Bedingungen vor
Ort aus.
28.
Juni – 16. Aug. 2009
Astrid Nippoldt/Hansjörg Dobliar -
It's always night, or we wouldn't need light
Die Ausstellung bringt in der Villa Merkel mit Astrid Nippoldt
(*1973, lebt in Berlin) und Hansjörg Dobliar (*1970,
lebt in Berlin) zwei in völlig unterschiedlicher Weise
am Bild Forschende zusammen. Videos von Astrid Nippoldt begegnen
Hansjörg Dobliars raumgreifenden, farbig gefassten Konstruktionen
sowie gemalten und übermalten Bildern.
Astrid Nippoldt gilt als eine der wichtigsten Videokünstlerinnen
Deutschlands. Ihre Arbeiten markieren Schnittstellen zwischen
Ereignis und Fiktion. Sie rücken Schieflagen und tragisch-komische
Begebenheiten ins Bild, ein Interesse an den Absurditäten
des Daseins ist ablesbar. Hansjörg Dobliar formt aus
kristallinen Strukturen kosmische Räume. Neben den Einsprengseln
realer Naturerscheinungen sind es Lichtphänomene, aus
denen sich diese atmosphärischen Landschaften konstituieren.
Beide überprüfen Vertrautes aus Alltag und Kunstgeschichte
und klopfen die Möglichkeiten von Um- und Neudeutungen
ab. In romantischer Tradition loten sie die Grenzen der rationalen
Verfügbarkeit über das Bild aus.
Gefördert durch die Stiftung der Landesbank Baden-Württemberg.
Ein herzliches Dankeschön hierfür.
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