18. Januar – 15. Februar 2009
Argos – Open Lounge
Zur Video-Szene Belgiens der 1970er Jahre bis heute

Argos – Open Lounge ist ein offenes Laboratorium. Um den Besuchenden einen Blick in die reichen Brüsseler Archive zu gestatten, präsentiert Argos – Centre for Art and Media neben einigen Videoprojektionen auch eine Reihe von Arbeiten aus dem eigenen Vertriebskatalog – seien sie neusten Datums oder von Pionieren der Videokunst. Diese sind auf einem Monitor idividuell abrufbar.

Seit einigen Jahren fasst der Begriff der time-based art sämtliche Formen audiovisueller Produktion, besonders aber Video und dessen Präsentation innerhalb von Installationen zusammen. Gemeint ist einerseits die im Werk repräsentierte Zeit, andererseits jene, die man zu seiner vollständigen Rezeption benötigt. Video erlaubt, Zeit zu komprimieren oder zu dehnen, Kausaleffekte aufzuheben und dadurch vom Betrachter andernorts eingeübte Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen oder gar zu duchbrechen.

Argos – Open Lounge zeigt zugleich das Prinzip des Kunstzentrums selbst, das einlädt zu recherchieren, zu forschen und Kenntnisse zu vertiefen.

Bildlegenden
(von links nach rechts)

Peter Downsbrough
]AND HERE (2007)

Videostill,
Courtesy : Argos (Brussels)

Michel François, Autoportrait contre nature (2001)
Videostill
Courtesy Argos (Brussels) and the artist


Johan Grimonprez
Looking for Alfred (2004-2005)

Videostill
Courtesy Argos (Brussels) and the artist.

Manon De Boer, Sylvia Kristel – Paris (2003)
Videostill
Courtesy Argos (Brussels)


12.02.2009
Harald Braun
21. Rede // IM Google

Wim Thoelke und Joseph Beuys, ein Showmaster und ein Künstler begegnen sich. IM Google leistet als Suchmaschine informelle Mitarbeit. Die Suchmaschine wird auf Fakten, Bild und Informationsausgabe getestet. IM Offline-Buch und Copyshop als Informations- und Bildquellen relativieren die Biografiege-meinschaft »Thoelke Beuys«. Die Sowmaster-Künstler Paarung wird aktualisiert und neu besetzt.

weitere Informationen unter: www.redenraeume.de
(oder klicken Sie auf das Bild links)

1. März – 19. April 2009
Christian Vetter – Disappearing Eye

Christian Vetter (*1970, lebt in Zürich) malt. Seit dem Jahr 2006 sind die Arbeiten des Künstlers «unbunt», schwarzweiss. Christian Vetter malt in der Fläche des klassischen Leinwandbildes ebenso wie in räumlicher Expansion. Seine Installationen aus gebauten Architekturen und gefassten Kulissen – komplexe Gefüge bemalter Oberflächen, komplettiert durch Beigaben in Form gemalter Bildchen, von Fotografien oder Videos –, sind ihrer Anlage und Konzeption nach dem Blick des Malers geschuldet, auch die Fotografien und die Videos selbst.

In Esslingen werden neben Installationen neue, großformatige Bilder sowie ein 50-teiliger Zyklus von Arbeiten auf Papier gezeigt, der 2007 während eines Aufenthalts in Peking entstanden ist.

Der Künstler wurde im Jahr 2008 mit dem Manor Kunstpreis des Kantons St. Gallen ausgezeichnet – aus diesem Anlass sind die Ausstellung und die begleitende Publikation gemeinsam mit dem Kunstmuseum St. Gallen realisiert. Gefördert durch die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia und die Stanley Thomas Johnson Stiftung. Beiden Stiftungen gilt unser Dank.

Bildlegenden

Oberfläche/Materie/Struktur/
Raum/Licht, 2008
Installation