24.02.
– 13.04.2008
Daniela Keiser – Land, Logo, Löwe
in Kooperation mit dem Kunstmuseum Solothurn
Eröffnung:
24. Februar 2008
Mit ihren Fotografien, Objekten und Installationen gehört
Daniela Keiser (*1963) zu den wichtigsten Schweizer Künstlerinnen
ihrer Generation. In den letzten zehn Jahren wurde ihr Schaffen
wiederholt in Einzelaspekten präsentiert, u. a. im Museum
für Gegenwartskunst Basel und dem Fotomuseum Winterthur
(1999), dem Museum Allerheiligen Schaffhausen (2002) und dem
Helmhaus Zürich (2005). Die Villa Merkel zeigt die erste
große Übersichtsausstellung der Künstlerin in
Deutschland unter dem Titel Land Logo Löwe.
Der Ausstellungstitel Land Logo Löwe spielt auf
Daniela Keisers wiederkehrende Auseinandersetzung mit der (Stadt-)Landschaft,
ihre konzeptuelle Beschäftigung mit Sprache und Zeichen
sowie ihre Hinwendung zu allem Kreatürlichen an, zumal
zur rätselhaften (Fabel-)Welt der Tiere. Mit dem Grundthema
der Landschaft beginnt und endet die Ausstellung: Während
die Künstlerin im Lichthof mit
Krügen und Gläsern eine wuchernde Topografie aufbaut
(Über Nacht III, 2007), die sie unter einen gleißenden
Neon-Himmel stellt, endet der Parcours mit einem großen
lampenähnlichen Leuchtkörper (Der Bau, 2007), der
sein Strahlen der Projektion eines Filmes verdankt. In langsamen
Bildern wird das Kommen und Schwinden des Lichtes auf einem
Gebäude vorgeführt. Licht und Beleuchtung (auch im
Sinne einer fast enzyklopädischen Erhellung eines Themas)
sind von zentraler Bedeutung für das
gesamte Schaffen. Seit jeher hat Daniela Keiser in unspektakulären,
alltäglichen Motiven ihre Bildwelt gefunden. Auch ihre
Landschafts-Fotos, die in den Serien Donat Lima Ohio (2001)
und Sets (2006) reale Landschaften wie auch Kulissenstädte
der Filmindustrie zeigen, sind von demselben poetischen Geist
bestimmt. Das Nebeneinander von Nähe und Distanz prägt
ihren Umgang mit der Landschaft. Die Serie Residenz (2006) etwa
zeigt 12 Gipsabgüsse von alltäglichen Materialien,
die in unserer Fantasie aber zu Landschaften werden können.
Dem Schauen und Erleben begegnen bei Daniela Keiser ein konzeptuelles
Denken und eine konsequente Ergründung der Themen.
Die Ausstellung in der Villa Merkel entstand in Zusammenarbeit
mit dem Kunstmuseum Solothurn.
Esslinger
Kunstverein zu Gast in der Villa Merkel:
25. April bis 25. Mai 2008
Der Esslinger Kunstverein zeigt die Ausstellung
Giorgio hier und jetzt
Jürgen Moos
Holzschnitte
Weitere Informationen unter:
www.juergen-moos.de
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08.06
– 03.08.2008
5000 JAHRE MODERNE KUNST -
Painting, Smoking, Eating
Mit: Michael Bauer, Hanna-Mari Blencke, Lutz Braun, Georganne
Deen, Matthias Dornfeld, Nicole Eisenman, Stefan Ettlinger,
Sebastian Hammwöhner, Richard Hawkins, Djordje Ozbolt,
Dana Schutz, Peter Stauss, Marcus Weber
Umfassende Überblicksschau zu zeitgenössischer
figurativer Malerei in Villa Merkel und Bahnwärterhaus.
Über 50 Werke von 13 Malerinnen und Malern, gewähren
Einblicke in aktuelle Unterströmungen der Malerei.
Die Moderne sollte längst schon erledigt sein. Der Titel
der Ausstellung allerdings droht nahezu ewiges Leben mit moderner
Kunst an (… zumindest weitere gut 4900 Jahre!). Er lässt
sich als ironische Kapitulation vor der Geschichte der Malerei
lesen. Der Nachsatz, Painting, Smoking, Eating, zitiert den
Titel eines legendären Bilds aus dem Jahr 1973 von Philip
Guston. Er vollzieht Ende der 1960er Jahre einen überraschend
radikalen Wandel von abstrakter hin zu figurativer Malerei.
Das damalige Kunstestablishment ist entsetzt. Nicht nur der
Vordenker der abstrakten Expressionisten, Clement Greenberg,
stellt den Maler in die Ecke. Philip Gustons erste Ausstellung
der neuen Bilder gerät zum Fiasko. Rund vierzig Jahre
später hat sich die Situation fundamental geändert:
Einer Vielzahl junger Malerinnen und Malern gilt Philip Guston
nun als Vorbild.
5000 JAHRE MODERNE KUNST - Painting, Smoking, Eating zeigt
in der Villa Merkel und dem Bahnwärterhaus gut fünfzig
Bilder von dreizehn Malerinnen und Malern aus Europa und den
USA. Darunter sind nicht nur Künstlerinnen und Künstler,
die von Globalplayer-Galerien vertreten werden. Viele ihrer
Arbeiten sind eigens für die Ausstellung entstanden,
wie die drei Rauminszenierungen von Hanna-Mari Blencke, Lutz
Braun und Sebastian Hammwöhner. Die Ausstellenden setzen
sich mit ihrer Arbeit vom herrschenden Mainstream in der Malerei
ab. Sie verbindet eine Lust am Fabulieren, die Hinwendung
zur malerischen Handschrift und eine Vorliebe für die
Groteske, etwa in der Vermischung von Trivial- und Hochkultur.
Ihre hybriden Werke geben Hinweis auf eine Unterströmung
in der zeitgenössischen Kunst. Die Galerien der Stadt
Esslingen am Neckar präsentieren diese erstmals in einer
Übersichtsausstellung.
Painting,
Smoking, Eating – Malen als geistige Tätigkeit,
Rauchen als reiner Genuss, Essen als lebenserhaltende Maßnahme
– ganz so existenzialistisch geht es in der Ausstellung
nicht zu. Die Zeit der Welterklärungsmodelle ist passé
und die Ausstellung ein Markstein auf den verschlungenen Wegen
der Malerei. Der Berliner Kritiker Christoph Bannat attestiert
den Bildern von Michael Bauer, Matthias Dornfeld, Stefan Ettlinger
oder Djordje Ozbolt eine Aufladung mit geisterhafter Innerlichkeit.
Er empfindet sie als typisch für diese heimliche Szene.
Als gesellschaftskritische Grotesken erscheinen die Bilder
von Georganne Deen, Nicole Eisenman, Richard Hawkins, Dana
Schutz, Peter Stauss oder Marcus Weber. Sie bieten Trivialmythen
eine ideale Bühne. Karikatur, Comic und Volkskunst verbacken
zu Bilderwelten, die komplexe Geflechte von Querbezügen
sowie humorvolle und kuriose Inhalte etablieren.
Die Auswahl von Malerinnen und Malern, welche diesen „New
Spirit in Painting“ vertreten, bietet in der Villa Merkel
und im Bahnwärterhaus wunderbare Möglichkeiten,
über die Zukunft der Malerei zu rätseln. Auf ganz
profaner Ebene kann die Esslinger Ausstellung als Weiterführung
der Berliner Schau „Bonjour Monsieur Ensor“ betrachtet
werden, die Marcus Weber 2007 für den Ausstellungsraum
Gmür zusammengestellt hat.
Kuratoren: Marcus Weber und Andreas Baur
08.06 – 03.08.2008
KATIE
HOLTEN
Katie Holten untersucht unsere Möglichkeiten eines
Naturverständnisses und einer Repräsentation von
Natur mit Mitteln der bildenden Kunst. Dabei arbeitet sie
die Brüche zwischen Ideal und Realität unmissverständlich
heraus. Grundlage ihrer künstlerischen Werke bilden Untersuchungen
in den Bereichen der Physik, Botanik, Architektur, Urbanität
oder Soziologie. Katie Holten über ihren Ansatz: Mich
interessiert es, Arbeiten zu realisieren, die etwas zu einem
Bewusstsein von Orten und der Umwelt beitragen sowie die Verletzlichkeit
reflektieren, die dem alltäglichen Leben eingeschrieben
ist. Dabei verwende ich eine breite Palette an Materialien
und Medien – Verwendung findet immer das, was der vorgefundenen
Situation am meisten entspricht – darunter Zeichnung,
Installation, zeitlich befristete Werke im öffentlichen
Raum oder lebende Pflanzen.
Eine Vielzahl der Arbeiten der Einzelausstellung, die als
Insert zur Ausstellung 5000 Jahre moderne Kunst konzipiert
ist, werden eigens für die Villa Merkel realisiert.
Katie Holten, geboren 1975 in Dublin, lebt in New York.
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