16.
Dezember 2007 - 10. Februar 2008
Emily Jacir
Die 1970 in Bethlehem geborene, in Saudi-Arabien aufgewachsene
und in New York lebende Palästinenserin Emily Jacir zählt
zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen
aus dem Nahen Osten. Ihre Lebensstationen lassen die inhaltliche
Brisanz ihres künstlerischen Schaffens bereits erahnen:
das Aufeinanderprallen verschiedener Kulturen und unterschiedlicher
religiöser und politischer Anschauungen sowie die individuellen
Strategien, mit diesen Verhältnissen umzugehen. In der
Zeichnungsserie «From Paris to Riyadh», 1999–2001,
wird diese Überblendung westlicher Kultur und arabischer
Wertvorstellungen eindrücklich Bild, indem die nackte
Haut von Models in Hochglanzmagazinen mit Bleistift übermalt
wird, um den Traditionen in Saudi- Arabien zu entsprechen.
Mit Emily Jacir, die in den vergangenen Jahren an den Biennalen
von Gwangju, Sharjah und Venedig prominent hervorgetreten
ist, wird eine Künstlerin gezeigt, deren Werk die aktuellen
politischen Umstände im Nahen Osten schonungslos thematisiert,
sie aber zugleich in eine eigenständige bildnerische
Form von außerordentlichem visuellem Reiz und eindrücklicher
Stringenz übersetzt.
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Emily
Jacir Bildlegenden
von links nach rechts:
1.
afternoon in Sido’s house with Anton, 2003,
c-print, 16 inches X 20 inches
2. outside the muqata, 2006, c-print,
30 inches X 22 1/4 inches
3. Ramallah mall, 2006, c-print,
30 inches X 22 1/4 inches
4. tree, Ramallah, 2006, c-print,
30 inches X 22 1/4 inches
5. untitled home, 2006, c-print,
30 inches X 22 1/4 inches
all photographs
courtesy Alexander and Bonin, New York
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