Öffnungszeiten in der Villa Merkel an den Osterfeiertagen:

 

Die Villa Merkel ist am Karfreitag, 18. April 2014 geschlossen.

Am Ostermontag, 21. April 2014 öffnet die Villa Merkel von 11-18 Uhr.

 

Im Übrigen gelten unsere regulären Öffnungszeiten.

 


 

9. März 2014 – 8. Juni 2014

 

HAMISH FULTON – WALKING TRANSFORMATION

 

Eröffnung: Sonntag, 9. März 2014, 11 Uhr

 

Hamish Fulton, der 1946 in London geborene Künstler, arbeitet an einem überaus eigenständigen Werk. Es ist, nachgerade poetisch und zeugt von einer profilierten, authentischen und weltoffenen Haltung.

 

Hamish Fulton überführt seit gut 40 Jahren das „Gehen“ in eine neue Kunstform: die Walks. Gehend schafft er Kunstwerke. Auf allen Kontinenten der Erde unternimmt er Walks, etwa „From Coast to Coast“ über die Inseln Großbritanniens. Die dabei gemachten Erfahrungen transformiert Hamish Fulton. Auf Basis von Aufzeichnungen und Fotos, während der Walks gesammelt, entwirft er Wandzeichnungen, Wandbilder, Fotografien, Texte oder auch Objekte. Sie lesen sich als allgemeingültig künstlerische Formen der Verdichtung der Erscheinungsvielfalt ursprünglicher und unmittelbarer Beziehungen des Menschen zur Erde, doch zugleich als passiver Protest gegen urbane Gesellschaften, die Menschen der Natur entfremden. „No Walk, no Art“, sympathisch kompromisslos beschreibt Hamish Fulton seine Arbeitsweise.

 

Schon den Walk selbst begreift er als Werk. Es konstituiert sich in den Polen von Anspannung und Entspannung, von Konzentration und Ablenkung, von Anstrengung und Erholung, von Erfahrung und Erlebnis. Hamish Fulton sucht Einsichten, nicht Aussichten. Das Gehen ist für ihn auch eine Form der Vergewisserung der eigenen Person.

 

 

 

 

 

 

 

So stellt sich der Künstler für die Walks je neue Aufgaben. Einmal bewegt er sich mit meditativer Gelöstheit tagelang durch Schottland, einmal geht er im Himalaya über Wochen an seine körperlichen Grenzen, einmal zählt er mit der Genauigkeit des Landvermessers jeden Schritt eines Tages: 33.210 waren es am 10. Oktober 1991 bei einem Walk um den Berg Hiei in Japan – eine Wanderung, die er später in ein dichtes grafisches Bild aus ebenso vielen Punkten übersetzt.

 

Seine vielfältigen Erfahrungen gibt der Künstler bei exakt geplanten und choreografierten thematischen Walks auch an das Publikum weiter. Im japanischen Kitakyushu bezog Hamish Fulton erstmals im Jahr 1994 mit einem Group Walk weitere Personen in seine Arbeit aktiv mit ein. Seither wurden weltweit eine Vielzahl solcher die Welt erschließenden und kulturell verbindenden Group Walks mit Beteiligung vieler Personen realisiert.

 

Der Esslinger Ausstellung voraus gehen Walks in Indien. Sie werden den Nukleus der Ausstellung bilden, ergänzt durch einige Werke vergangener Aktionen. Weit mehr als die Hälfte der Arbeiten der Esslinger Ausstellung werden eigens aus ihrem Anlass neu entstanden sein. 

 

(Vgl. Laudatio von Freddy Langer: "Im Zweifelsfalle weiterwandern. Ein Spaziergang mit Hamish Fulton", Berg.Welten, 2010)

Hamish Fulton<br/>Himalaya Snow Mountains, 2012<br/>Wandbild<br/>Courtesy Hamish Fulton / Häusler Contemporary München

Zürich

Hamish Fulton<br/>7 pieces of wood. Kagoshima, Japan 2006<br/>Bemaltes Holz mit Text, 12 x 22,5 cm<br/>Courtesy Hamish Fulton / Häusler Contemporary München

Zürich

Hamish Fulton<br/>Installationsansicht Villa Merkel 2014<br/>Courtesy Hamish Fulton / Häusler Contemporary München

Zürich<br/>Foto: Daniela Wolf

Hamish Fulton<br/>The Way. Japan 1996<br/>Wandbild<br/>Installationsansicht Villa Merkel 2014<br/>Foto: Daniela Wolf

Hamish Fulton<br/>The South Face. Bolivia 2012<br/>Wandbild, Installationsansicht Villa Merkel 2014<br/>Foto: Daniela Wolf

Hamish Fulton<br/>Walk 2: Margate Sands, 2010<br/>Videostill, Courtesy Hamish Fulton / Häusler Contemporary München

Zürich<br/>Foto: Dan Bass


 

Debutausstellung im Bahnwärterhaus

 

9. März 2014 – 21. April 2014

Sascha Patzig

Tod Jenseits Auferstehung (Liebe)

 

Der Maler und Elektrotechniker Sascha Patzig, geboren 1979 in Freiberg/Sachsen, scheut sich in seinem neuen Bilderzyklus „Tod Jenseits Auferstehung (Liebe)“ nicht vor einer Sensibilität, die die Stimmungen und Veränderungen in unserem Bewusstsein aufspürt.

 

Phänomene eines nichtausschlagbaren künstlerischen Erbes weiß er mit malerischen Zitaten in einen neuen Kontext zu stellen und ziert sich trotz leichtfüßiger Ironie nicht vor existenziell-moralischen Impulsen. Das Projekt untersucht die Beziehungen von Malerei zum allgemeinen Bewusstsein und zu einem Wissen der Bilder.

 

 

 

 

Preview:  Freitag, 7. März 2013, 19 Uhr

Eröffnung: Sonntag, 9. März 2014, 11 Uhr

 

 

Die Eigenwilligkeit der assoziationsreichen Bildideen und die Reduktion auf die Strategie der Farbe, gibt der Form den Inhalt und sogleich dem Inhalt eine Form. Diese Serie von Bildern versucht, den ästhetischen Kern von Malerei zu destillieren, indem malerische Leerstellen erzeugt werden.

 

Der Maler verneigt sich mit dieser Herangehensweise vor der Malerei in ihrer reinsten Form.

 

Die Debutausstellung ist realisiert in Kooperation mit der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Sascha Patzig<br/>Tod Jenseits Auferstehung (Liebe), Installationsansicht, Foto: Daniela Wolf

Sascha Patzig<br/>Tod Jenseits Auferstehung (Liebe), Installationsansicht, Foto: Daniela Wolf

Sascha Patzig<br/>Tod Jenseits Auferstehung (Liebe), Installationsansicht, Foto: Daniela Wolf

In Kooperation mit