25. Mai 2016 – 21. August 2016

 

GOOD SPACE – politische, ästhetische und urbane Räume

 

Eröffnung: Mittwoch, 25. Mai, 19 Uhr

 

 

Unter dem Titel GOOD SPACE – politische, ästhetische und urbane Räume thematisieren die Galerien der Stadt Esslingen in der Villa Merkel, dem Bahnwärterhaus und im Merkelpark unterschiedliche Aspekte öffentlicher Räume, seien diese tatsächlich gebaut, in digitalen Netzen angelegt oder als Forschungsergebnis konkretisiert. Die Ausstellung nimmt Perspektiven der Gegenwartskunst, Architektur und Wissenschaft ein. Es geht um ungenutzte Potenziale, um Chancen und neue Wege ganz nach dem Motto: „Geben wir der Zukunft ein Zuhause im öffentlichen Raum!“

 

GOOD SPACE setzt Schlaglichter etwa auf aktuelle Fragen danach, wie angesichts beschränkter Ressourcen Zukunft zu gestalten sei und gesellschaftliches Leben gelingen kann. Die Architektur von Informationsstrukturen wird thematisiert sowie Fragen von Überwachung und Unsichtbarkeit im digitalen Raum. Anschaulich dargestellt ist, wie sich aus dem Studium evolutionärer Prozesse der Pflanzen zukunftsrelevante Methoden in Bereichen des Bio-Designs oder der Stadtökologie ableiten lassen…

 

 

PNAT<br/>Jellyfish Barge, EXPO Milan, 2015

Jasper Niens<br/>510, 2016<br/>Entwurf einer begehbaren Skulptur

Stephen Willats<br/>Data Stream Portrait of New York, 2011<br/>Free standing wall installation<br/>Courtesy the artist and Reena Spaulings Fine Art, New York

Binelde Hyrcan<br/>APNEIA, Still, 2012<br/>HD Video

Hito Steyerl<br/>HOW NOT TO BE SEEN: A Fucking Didactic Educational .Mov File, Still, 2013<br/>Sammlung Migros Museum für Gegenwartskunst, © the artist

Martin Creed <br/>Work No. 1701, Still, 2013 <br/>Copyright Martin Creed, Courtesy the artist and Hauser & Wirth

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Kabinett-Ausstellung in der Ausstellung ist EVERYTHING IS ARCHITECTURE: Bau Magazine from the 60s and 70s. Sie wurde zunächst für das ICA, London, durch Juliette Desorgues kuratiert und hat nun ihren Gastauftritt in der Esslinger Villa Merkel.

 

GOOD SPACE – politische, ästhetische und urbane Räume, die diesjährige Ausgabe von Crossing Media, wird durch ein opulentes Begleitprogramm aus Vorträgen, Workshops oder auch Konzerten ergänzt. Eine Brücke ganz konkret in die Stadt schlägt ein Vermittlungsprogramm mit Forschungsspaziergängen, die die Stadt in besonderer Weise erlebbar machen.

 

GOOD SPACE zeigt Arbeiten und Projekte von: Los Carpinteros (CU), Martin Creed (GB), Binelde Hyrcan (AO), Jasper Niens (NL), Jon Rafman (CA), Hito Steyerl (DE), Ryan Trecartin (USA), Christoph Wachter & Mathias Jud (CH), Stephen Willats (GB), PNAT (IT), raumlaborberlin (DE), SAM ARKA (DE) und EVERYTHING IS ARCHITECTUR (AUT/GB), eine Kabinettausstellung in der Ausstellung.

 

Herzlicher Dank gilt den Förderern und Partnern

 

  

 

 

 

 

 


 

25. Mai – 21. August 2016

 

ICA - EVERYTHING IS ARCHITECTURE: Bau Magazine from the 60s and 70s

 

Eröffnung: Mittwoch, 25. Mai, 19 Uhr

 

Die Ausstellung EVERYTHING IS ARCHITECTURE: Bau Magazine from the 60s and 70s wurde zunächst für das ICA, London, durch Juliette Desorgues kuratiert und hat nun ihren Gastauftritt in der Esslinger Villa Merkel. Die Ausstellung konzentriert sich auf das österreichische Architekturmagazin Bau: Zeitschrift für Architektur und Städtebau. Ursprünglich mit Der Bau betitelt, wurde das Magazin von der Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs verlegt und 1925 veröffentlicht als Fachzeitschrift. Von 1965 – 1970 wurde die Redaktion von einer Gruppe wegweisender österreichischer Künstler und Architekten übernommen: Sokratis Dimitriou, Günther Feuerstein, Hans Hollein, Oswald Oberhuber, Gustav Peichl und Walter Pichler.

Das Magazin präsentierte auch die radikalen Werke einer jungen Generation österreichischer Architekten wie COOP HIMMELB(L)AU und Haus-Rucker-Co und bot, mit der Veröffentlichung der Arbeiten der Londoner Architekturgruppe Archigram und der amerikanischen Architekten und Künstler Buckminster Fuller und Claes Oldenburg, eine Türe zu der großen, internationalen Architektur- und Kunstszene der Zeit.

 

https://www.ica.org.uk/whats-on/everything-architecture-bau-magazine-60s-and-70s

 

 

Bau: Magazine for Architecture and Urban Planning<br/> issue 3, 1968 <br/> Published by Zentralvereinigung der Architekten Österreichs <br/>Courtesy the architects, artists and their estates

Bau: Magazine for Architecture and Urban Planning<br/> issue 1, 1969 <br/> Published by Zentralvereinigung der Architekten Österreichs <br/>Courtesy the architects, artists and their estates

Bau: Magazine for Architecture and Urban Planning<br/> issue 6, 1969 <br/> Published by Zentralvereinigung der Architekten Österreichs <br/>Courtesy the architects, artists and their estates


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu einer Zeit als experimentelle Architekturmagazine am Aufblühen waren, grenzte sich Bau ab durch sein glänzendes, großformatiges Layout und durch den Gebrauch von Werbeanzeigen. Es bewahrte sich seine verspielte Qualität durch den experimentellen Einsatz von Typographie und Design und dem Rückgriff auf eine Vielzahl von Bildern aus der Architektur, dem Städtewesen, der Kunst und der Popkultur. Dieser interdisziplinäre Ansatz kristallisierte sich in einer Ausgabe von Bau im Jahr 1968 heraus, in welcher der einflussreiche Architekt Hans Hollein plakativ behauptete: „Alles ist Architektur“ (Everything is Architecture). Von einem Lippenstift, einer Pille und einem Portrait von Che Guevara bis hin zu einem Raumanzug und den radikalen Performances der Wiener Aktivisten kann alles architektonisch betrachtet werden.

 

In der Ausstellung gezeigt wird auch eine Serie an Kurzfilmen österreichischer Architekten und gemeinschaftlichen Architekturbüros der Zeit.

 

 

 


Seit 18. Mai 2014

Lois Weinberger – Mobiler Garten  

Eröffnung: Sonntag, 18. Mai 2014, 12 Uhr  

Der »Mobile Garten« des in Wien lebenden Künstlers und Documenta-Teilnehmers Lois Weinberger ist vor dem Wintergarten der Villa Merkel eingerichtet und verbleibt dort auf längere Zeit. Er kontrastiert in seiner Wildheit den umgebenden Merkelpark, dessen gepflegte Anlage an englische Landschaftsgärten erinnert.       Ein geformtes Feld aus farbigen mit Substrat befüllten Kunststoffkübeln – Spur menschlichen Handelns und Überprägung des Standorts – wird den freien Kräften der Natur überlassen. In spontaner Besiedlung greifen mit der Zeit Pionier- und Ruderalpflanzen Raum. Natur entfaltet sich entsprechend ihrer eigengesetzlichen Dynamik und in geradezu paradiesischer, da freier Weise. Ein Garten Eden wird sich etablieren. Mit den Jahren beginnt dieser natürliche Prozess einer Besiedlung umzuschlagen in eine Form des Vergehens:  

 

 

 

 

 

 

 

nach und nach werden die Kübel ausbleichen, sich zersetzen sowie die Kunststoffpartikel sich mit dem Substrat und den Pflanzen vermengen. Nach Dekaden sollten Niederschläge die Standfläche wohl wieder sauber gespült haben.

 

Der Garten ist eine essentielle Form der Auseinandersetzung mit Natur. Wir kennen Gartenanlagen, die auf Erträge zielen und gleichermaßen solche, die angelegt sind als Glück stiftende Orte der Kontemplation. Dem Paradies gegenüber stehen etwa der Nutzgarten, der barocke Lustgarten oder als eine Oase in der Stadt der Volksgarten – in Esslingen namentlich die Maille und der Merkelpark.

 

Lois Weinberger<br/>NOUS, 2004<br/>Freiraum Studio Spiegelfabrik Niederösterreich

Lois Weinberger<br/>Mobiler Garten, 2014<br/>Installationsansicht Merkelpark/Villa Merkel

Lois Weinberger<br/>Plastikeimer, Erde, Spontanvegetation